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Abgestempelt – Judenfeindliche Postkarten

Am Beispiel der Postkarte als dem ersten modernen Massenmedium und antisemitischer Postkarten von 1890 bis 1933 aus der Sammlung Haney wird in der Ausstellung „Abgestempelt“ die machtvolle Wirkung von Karikatur und Stereotyp dargestellt und untersucht. Die Ausstellung wurde 1999 vom Jüdischen Museum Frankfurt am Main und dem Museum für Kommunikation Frankfurt am Main als Wechselausstellung erarbeitet und wird jetzt in einer komprimierten Fassung von der Bundeszentrale für politische Bildung/bpb auf Wanderung geschickt. Das Museum Hameln ist die zweite Station der Ausstellungsreise.

Über 1000 Postkarten mit judenfeindlichen Motiven hat der Berliner Sammler Wolfgang Haney in den vergangenen Jahren zusammengetragen. Präsentiert auf insgesamt rd. 200 Quadratmeter Fläche bezeugt eine Auswahl von 300 Motiven, wie antisemitische Motive massenhaft per Post verbreitet wurden. Vor allem aber öffnen sie ein „Fenster“ in die „kleine“ Welt des Alltags und damit der gelebten Vorurteile und Diskriminierungen.

Bereichert wird die Ausstellung durch Objekte zur Hamelner Geschichte. Wichtiges Zeugnis ist ein antisemitischer Spazierstock, der dem Herrn von Welt die Möglichkeit gab, seine politische Gesinnung ohne viele Worte öffentlich zu machen. Andere antisemitische Objekte, etwa ein Bierseidel und Notgeld der Stadt Beverungen, wurden aus dem Jüdischen Museum Dorsten beigesteuert. Auch die Geschichte der Jüdischen Gemeinde Hameln von ihren Anfängen im Mittelalter bis in die unmittelbare Gegenwart wird in der Ausstellung nachgezeichnet. Indiesem Zusammenhang wird auch Material zu einer der bekanntesten und faszinierendsten jüdischen Frauen überhaupt, zu Glückel von Hameln, gezeigt. Ihre Lebenserinnerungen haben den Namen Hameln in alle Welt getragen.

Die Ausstellung eröffnet am 14.01.05. Öffentliche Besuche sind ab dem 15.01.05 möglich. Führungen können zu den Geschäftszeiten im Museum, auch telefonisch unter 05151/202215, vereinbart werden. Für Schulklassen ist der Eintritt frei.

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