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"Energien der Erde" - Bilder von Albert "Digby" Moran

Tea Tree DreamingMit dem Wort "Energie" verbinden wir Licht, Wärme und Behaglichkeit. Energie ist aber auch die Kraft, die wir in uns tragen, ist der Schwung, der uns zu neuen Ideen trägt. Energie ist unsere persönliche Ausdruckskraft, mit der wir in unserem Leben wirksam werden.

Die Ausstellung "Energien der Erde" mit dem Aboriginal Maler Albert "Digby" Moran verbindet beides: ein Blick auf die Energien und Ressourcen der Erde, aber auch persönliche Lebenskraft. Für einen australiden Ureinwohner war das auch gar nicht trennbar: die Energien der Erde, ihre Nutzbarmachung und das Leben und Handeln der Menschen. Sie wussten, dass ihr Überleben von den Gaben der Erde abhing, achtsam wurden die Ressourcen geehrt. Das alles umfassende kosmologische Prinzip der australischen Ureinwohner ist das "dreaming". Das bedeutet das "Sein an sich" in der Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. "Traumzeit" ist sowohl religiöse Vorstellung, als auch ordnendes Gesetz im Leben der Menschen miteinander und in der Natur.

Albert "Digby" Moran, geb. 1948 in Ballina, New South Wales, gehört der Eingeborenenlinie der Bundjalung an. Wie viele Aboriginal Künstler kam er erst spät zur Malerei, denn in seiner Kultur war das Malen der "dreamings", der Mythen und Geschichten, eine spirituelle Handlung, die den Älteren vorbehalten war. Jetzt ist es für ihn eine Möglichkeit, den Kontakt zu seiner Vergangenheit aufzunehmen und seiner lebendig-kraftvollen Spiritualität Ausdruck zu verleihen. Seine Motive kommen zum Einen aus dem Stamm der Bundjalung, der eng mit dem Wasser und dessen "dreamings" und Mythen verbunden war, zum Anderen aus der kulturellen Tradition seines Volkes. Er wählt häufig eine klassische Maltechnik der Aborigines: das "dot-painting". Aus vielen Tupfen entsteht das Bild, oft kombiniert mit engen Lineaturen.

Seine lebendig-frischen leuchtenden Bilder wurden in Australien mit einer Reihe von Preisen ausgezeichnet und in über 35 Einzel- und Gruppenausstellungen in Australien und Europa gezeigt.

Albert "Digby" Moran, ein Aboriginal Künstler des 21. Jahrhunderts, ist der Vergangenheit seines Volkes verbunden und greift in seinen gemalten "dreamings" die Achtung seines Volkes vor den Elementen der Erde auf. Aber seine expressiven Bilder sind auch lebendige Gegenwart. Sie erzählen Geschichten, die wir über alle kulturellen Grenzen hinweg verstehen können: die Schönheit und Fülle lebendigen Wassers und die Kraft von Erde, Licht und Wärme.

Der Blickwinkel von der "anderen" Seite der Erde ermöglicht auch uns eine neue Sicht und eine vertiefte Wertschätzung unserer Energien.

Nun ist es gelungen, einen Teil des umfangreichen Werkes von Albert "Digby" Moran im Hamelner Museum präsentieren zu können. Eine einzigartige Gelegenheit nicht nur um den beeindruckenden Kunstwerken des Australiers zu begegnen, sondern auch, um mit der faszinierenden Kultur der Ureinwohner des fünften Kontinents in Berührung zu kommen.

Die Ausstellung wurde am Freitag, 3. September 2004 um 19.00 Uhr eröffnet.
Öffentliche Besichtigungen waren ab Samstag, 4. September 2004 10.00 Uhr möglich.

Die Ausstellung war Dienstag bis Sonntag 10.00-16.30 Uhr geöffnet.

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