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Die Welt der Ostereier - die Sammlung Anne von Campe

Die Welt der Ostereier - die Sammlung Anne von CampeDas Ei gehört zu den Ursymbolen der Menschheit, seine Entstehungswurzeln reichen sicher - wie bei Feuer, Wasser und Baum - bis in die Frühgeschichte zurück.

Seit frühchristlicher Zeit gilt das (Oster-)Ei als Symbol für die Auferstehung Christi und die Osterfreude. Zum christlichen Symbol geworden, wurden die Eier dann bald auch gefärbt, zunächst noch vorwiegend in rot, der Farbe des Blutes, der Liebe, des Sieges und der Königswürde, später auch in gold. Immer kunstvoller und filigraner wurden die Techniken des Färbens und Bemalens im Laufe der Jahrhunderte; es entstand eine eigene Kunstform, die "Eiermalerei". Auch in außerchristlichen Kulturkreisen entwickelten sich Traditionen des Eierbemalens, etwa in China und Pakistan. Bis auf den heutigen Tag gehört das Eierbemalen zu einem der beliebtesten Osterbräuche auf der ganzen Welt.

Oft zeigen sich die Eiermaler mit der "Volkskunst ihres Landes" verbunden, wenn deren Eier mit Mustern und Motiven geschmückt sind, die man auch von Trachten, Keramik oder Möbeln "ihres" Gebietes kennt. Dazu gehören zum Beispiel die Eier aus Bayern, der Schweiz, Österreich und Ungarn. So ermöglichen die ovalen Kunstwerke den Blick in das Brauchtum und in die Alltagskultur der Völker der Welt.

Seit rund 50 Jahren sammelt Anne von Campe kunstvoll bemalte (Oster-)Eier und stellt die Kunstwerke seit 1991 einmal jährlich aus. Vom 29. März bis zum 4. Mai 2003 war die eindrucksvolle Schau im Hamelner Museum zu sehen.

Die Sammlung von Anne von Campe gehört zu den beeindruckendsten ihrer Art. Die Eier stammen aus allen Kontinenten der Erde, sogar aus Australien. Der größte Teil stammt jedoch aus Russland, Polen und Rumänien. Zu der Ausstellung gehören Eier aus Zucker, aus Berliner Porzellan und aus Edelstein. Zu sehen sind auch die wertvollen Fabergé-Eier und sogar ein "Liebes-Ei".

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