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Finissage: Sonderausstellung Ratten! endete

Zur Finissage der Ausstellung Ratten! bot das Museum Hameln ein buntes Programm mit Glücksrad und Kurzführungen durch die zu Ende gehende Sonderausstellung. Und wer in Zukunft so gar nicht auf eine Museumsratte verzichten wollte, konnte seine ganz persönliche Wollratte gestalten oder gleich kaufen. Nach Toreschluss hieß es dann endgültig Abschied nehmen: Die Notrattenhilfe Bielefeld & Umgebung holte die Nager - nach persönlicher Verabschiedung durch Museumsdirektor Stefan Daberkow - ab. Alle Tiere haben ein neues Zuhause gefunden, manche sogar im Hamelner Umland.

Impressionen von der Finissage....

Kultur macht stark: Das Wallbaum-Projekt

Auf Zeitreise mit den Geschwistern Wallbaum" - 20 Kinder und Jugendliche aus Syrien, Haiti, Rumänien, Rußland und Deutschland im Alter von 9-16 Jahren waren 2 Wochen lang jeden Tag im Museum erschienen, um sich immer wieder hoch motiviert und engagiert auf die Reise ins 19. Jahrhundert zu begeben, zu erfahren, wie Kinder und Jugendliche in dieser Zeit lebten und sich im Besonderen mit der Geschichte der Geschwister Wallbaum zu beschäftigen, die im "Leisthaus", dem jetzigen Museumsgbäude, mit ihren Eltern gelebt haben.

Ausgangsjahr der Zeitreise in die Vergangenheit war das Jahr 1843. In diesem Jahr waren die Geschwister Adolph 16 Jahre, Friederike 14 Jahre und Emma 13 Jahre alt, also etwa in dem Alter der am Projekt teilnehmenden Jugendlichen. Diese schauten sich genau an, was in diesem Jahr in Hameln und in der Welt geschah und versuchten, nachzuempfinden, wie es sich damals als Kind oder Jugendlicher lebte. Unterstützung gab es von den Museumspädagoginnen Andrea Beißner und Iris Stumpe, der Pädagogischen Mitarbeiterin Claudia Noltemeyer sowie den Medienpädagogen Sabine Eder (Blickwechsel, Göttingen) und Norbert Thien (Multimediamobil, Hannover).

Das Wallbaum-Projekt, dass im Rahmen von "Museum macht stark" vom Deutschen Museumsbund gefördert wurde, beinhaltete viele unterschiedliche Maßnahmen und Methoden, die für die Durchführung und Förderung erforderlich waren: Die Jugendlichen recherchierten in Bibliothek und Internet zu Weltgeschehen, Mode und Erziehung im 19. Jahrhundert, erforschten anhand alter Fotografien und bei einem Rundgang die Hamelner Altstadt und begaben sich auf Entdeckungsreise ins Museum im Schloss Bad Pyrmont. In einem Museums- und zwei Medienworkshops wurden kleine Geschichten zu den Geschwistern Wallbaum digital zu Leben erweckt und einen Actionbound, eine digitale Rallye, erstellt. Theaterpädagogin Christine Gleiß und Schauspieler Claus Lindner unterstützten die Jugendlichen bei der Einstudierung Schauspielszenen und erläuterten besondere Gesten und Mimik des 19. Jahrunderts. Selbst Museumsleiter Stefan Daberkow war im Einsatz und zeigte den Jungs wie man eine Krawatte bindet.

Bei der Abschlusspräsentation waren die stolzen Eltern anwesend, die der stellvertretende Vorsitzende des Museumsvereins, Günter Raß, herzlich begrüßte und dabei betonte, "dass es so ein Projekt in dieser Art im Museum noch nicht gegeben hätte".
Zustande kam das Projekt, das vom Museumsverein in Kooperation mit dem Kultur- und Bildungshaus Regenbogen und dem Kinderspielhaus Hameln, beantragt wurde, auch deshalb, weil sich der Syrisch-Deutsche Verein Hameln-Pyrmont e.V. und die Sprachlern-Lehrerin der Wilhelm-Raabe-Schule Hameln, Cornelia Hamelmann, intensiv dafür eingesetzt haben, ihre Jugendlichen zu motivieren, bei diesem Projekt mitzumachen.
Danke an alle für alles!

Impressionen vom Wallbaum-Projekt

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